Staatsanwaltschaft schreibt Fortis-Nebenkläger an

In dem Brief erklärt die Staatsanwaltschaft den Nebenklägern, dass ihre Erfolgschancen im Fortisprozess eher gering seien. Geert Lenssens (Foto), der Anwalt von rund 200 Klägern, zeigte sich empört über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Ein solches Vorgehen sei unerhört, so der Anwalt.

In dem Prozess geht es um die Frage, ob die früheren Fortis-Bosse den Anlegern im Vorfeld der Pleite die Wahrheit bewusst verschwiegen haben.

Eine Reihe von ehemaligen Fortis-Aktionären, die als Zivilparteien im Prozess gegen die einstige Großbank auftreten, hat nun Post von der Brüsseler Staatsanwaltschaft erhalten.

In dem Brief erklärt die Staatsanwaltschaft den Klägern, dass ihre Erfolgschancen eher gering seien. Zur Begründung heißt es, es stünden noch viele Schritte an, die noch sehr viel Zeit in Anspruch nähmen, dass unter Umständen die Verjährung drohe.

Geert Lenssens, der Anwalt von rund 200 Klägern, zeigte sich empört über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft. Er sieht darin einen Versuch, seine Mandanten einzuschüchtern. Je weniger Mandanten bei ihrer Klage blieben, umso schneller könnte das Verfahren abgeschlossen werden, meint Lenssens.