Krätze - Flanderns Ärzte schlagen Alarm

Flanderns Ärzte schlagen Alarm. Wie flämische Tageszeitungen am Montag berichten, sind in Flandern mehrere Fälle der ansteckenden Hautkrankheit Krätze, die durch Milben (Foto) entsteht, aufgetreten. Die Tatsache, dass über dieser Krankheit ein Tabu schwebt, gestalte die Behandlung problematisch, so Dermatologen dazu.
STEVE GSCHMEISSNER/SCIENCE PHOTO LIBRARY

Nach Meldungen der beiden Tageszeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad sind Mediziner und Dermatologen im belgischen Bundesland Flandern beunruhigt, nach dem einige Fälle von Krätze aufgetreten sind. Diese Hautkrankheit, die sich unter anderem durch Juckreiz manifestiert, ist ansteckend, doch die Behandlung dieser Krankheit wird offenbar durch die Tatsache erschwert, dass über sie eine Art Tabu schwebt. Kaum jemand, der an dieser Krankheit leidet, meldet sich bei seinem Hausarzt. Dadurch könnte eine regelrechte Epidemie entstehen, wenn es nicht schon so weit sei, wie einige Mediziner befürchten.

Alleine in diesem Monat seien mehrere Fälle von Krätze in Flandern entdeckt worden, unter anderem in einer Schule in Jette bei Brüssel, in einem Altenheim in der Provinz Flämisch-Brabant, in einem Studentenwohnheim in Turnhout in der Provinz Antwerpen und in der Universitätsklinik von Gent. Krätze wird durch Milben (Foto oben) ausgelöst, die sich in der Haut einnisten können, wo sie für Entzündungen und Juckreiz sorgen. Über Hautkontakt wird diese Krankheit übertragen. Eigentlich gilt diese Krankheit seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Belgien als ausgemerzt. Zwischen den beiden Weltkriegen brach die Krätze mehrmals aus, was an den erbärmlichen Lebensumständen lag, die damals örtlich galten.