Geflohener Schneeleopard erschossen

Der Schneeleopard, der am Dienstag aus dem Safaripark in Aywaille ausgebrochen war, ist in der Nacht zum Mittwoch erschossen worden. Das berichtet die französischsprachige öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt RTBF. Ein Angestellter des Tierparks habe die Raubkatze im Dunkeln auf dem Gelände entdeckt und hatte keine andere Wahl gehabt, als zu schießen.

Das Tier hatte eine Scheibe seines Geheges durchbrochen und am Dienstag eine stundenlange Suche im Safaripark “Monde Sauvage” nahe Aywaille ausgelöst. Die Flucht löste einen Großalarm auch in der Umgebung des Parks aus. Der Park wurde abgeriegelt, die Schüler einer nahen Grundschule mussten im Gebäude bleiben.

Die Suchaktion von Tierpflegern, Polizei und Feuerwehr war zunächst ohne Erfolg geblieben. Am frühen Abend kamen sogar ein Hubschrauber und ein Spürhund zum Einsatz. Angestellte des Parks fanden den Schneeleoparden schließlich in der Nacht zum Mittwoch in einem Dickicht wieder. “Einer der Wächter fand sich plötzlich im Dunkeln mit dem Tier konfrontiert“, sagte der Inhaber des Parks, Joseph Renson. “Er hatte keine andere Wahl als zu schießen.”

Der recht junge Schneeleopard stammte aus einem österreichischen Zoo und war an Menschen gewöhnt. Er war knapp 80 bis 90 Zentimeter groß und wog um die 40 Kilo.

Die Raubkatze war erst seit zwei Wochen im Safaripark “Monde Sauvage” in Aywaille. Schneeleoparden kommen aus Asien und sind laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) stark gefährdet. Die Raubkatzen können ein Gewicht von mehr als sechzig Kilo erreichen und meterweit springen.