Besonders hohe Dichte "unsichtbarer Mörder" in Brüssel

Wenn nicht bald dringend etwas unternommen werde, könne die Region Brüssel die neuen europäischen Normen in Sachen Luftverschmutzung unmöglich einhalten. Das sagt die Umweltabteilung der Region.

"Unsichtbare Mörder“ nennt EU-Umweltkommissar Janez Potočnik in einer Pressemitteilung vom 18. Dezember 2013 die Luftverschmutzung. Um noch stärker gegen die schlechte Luftqualität vorzugehen, sind neue Maßnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung in Europa verabschiedet worden.

Die Kommission hat also reagiert, denn durch das Maßnahmenpaket sollen "bestehende Rechtsvorschriften aktualisiert und schädliche Emissionen aus Industrie, Verkehr, Energieerzeugung und Landwirtschaft weiter verringert werden". Die EU-Kommission will bis 2030 niedrigere Emissionshöchstmengen für die wichtigsten luftverschmutzenden Stoffe, darunter Feinstaub und Stickstoffoxide.

Diese Stofffe sind gesundheitsschädigend. Die Kommission hofft mit den neuen Maßnahmen, 58.000 vorzeitige Todesfälle im Jahr in Europa zu vermeiden.

Brüssel werde diese neuen Normen auf keinen Fall einhalten können, es sei denn es werde sofort etwas unternommen, heißt es in der Umweltabteilung der Region, Ircel. Ihr Sprecher Frans Fierens betont auf der Webseite von brusselnieuws.be: “In Brüssel ist der Verkehr die wichtigste Ursache für die Luftverschmutzung. Es müssen also zusätzliche Maßnahmen genommen werden, um den Ausstoß zu verringern."

In der Wetstraat in Brüssel liege zum Beispiel die Stickstoffdioxid-Konzentration um die Hälfte höher als im europäischen Durchschnitt. Brüssel müsse sich ganz schön anstrengen, so der Sprecher noch. Außer beim Verkehr müssten auch strengere Normen bei der Beheizung und Kühlung von Gebäuden sowie bei der Isolierung auferlegt werden, heißt es bei Ircel.