EU-Bonität herabgestuft - Di Rupo: "Nur Meinung"

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Bonität der Europäischen Union von der Bestnote "AAA" um eine Stufe auf "AA+" herabgestuft. Standard and Poor's begründet das mit einem Rückgang der Kreditwürdigkeit der 28 Länder der Europäischen Union. Belgiens Premier Elio Di Rupo sagt, dass es sich hierbei sowieso nur um eine Meinung handele.

In den vergangenen Monaten hatte die Agentur bereits die Bonität mehrerer EU-Mitgliedsländer herabgestuft. So sind unter anderem Frankreich und die Niederlande ihre Spitzenratings los und aufgrund der Schuldenkrise haben Spanien und Italien jeweils ihre Kreditwürdigkeit abbröckeln sehen. "Unserer Meinung nach hat die Kreditwürdigkeit der nun 28 EU-Mitgliedsstaaten insgesamt abgenommen", heißt es bei Standard & Poor's.

Die Ratingagentur sagt jedoch auch, dass der Ausblick stabil sei. Somit steht erst einmal keine weitere Überprüfung der Bonität an.

Premier Elio Di Rupo betonte daraufhin, dass es sich hierbei nur um eine Meinung handele und dass wir die eingeschlagene Richtung weiter verfolgen müssten.

"Eine Meinung bleibt eben nur eine Meinung. Ich stelle fest, dass wir weiter streng beim Haushaltplan sein müssen und die Politik des Wachstums für die Beschäftigung und für die Wiederbelebung der Wirtschaft weiterverfolgen sollten", so Di Rupo.