Mons: 300 Afghanen fordern Bleiberecht

Auf der Grand’Place von Mons, der Heimatstadt von Premier Elio Di Rupo, haben rund 300 Afghanen die vergangene Nacht verbracht. Die Stadt hat ihren Notfallplan aktiviert, Polizei und Rettungskräfte sind in Alarmbereitschaft. Die Afghanen wollen nicht in ihr Heimatland abgeschoben werden und fordern ein Bleiberecht in Belgien.

In Afghanistan seien sie in Lebensgefahr, deswegen fordern die knapp 300 Demonstranten ein Bleiberecht in Belgien.

Einigen Afghanen droht in Kürze die Abschiebung, andere stecken noch mitten im Asylverfahren. Seit Wochen protestieren sie in Brüssel. Um sich mehr Gehör zu verschaffen, haben die Afghanen am Wochenende die 70 Kilometer zwischen Brüssel und Mons zu Fuß zurückgelegt.

In der Stadt des Premierministers wollten sie ein Gespräch mit Elio Di Rupo erzwingen. Doch der tauchte nicht auf. Stattdessen wurden die Demonstranten vom diensttuenden Bürgermeister der Stadt, Nicolas Martin, empfangen. Er erklärte nach Rücksprache mit der zuständigen Staatssekretärin Maggie De Block, dass möglicherweise Einzelfälle erneut geprüft werden könnten.

Die Afghanen wollen allerdings mehr, nämlich ein zeitliches Bleiberecht und einen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan. Deswegen haben sie aus Protest ein Zeltlager errichtet und setzen ihren Protest fort. (Quelle: brf)