Bombe legt Zugverkehr Gent – Brüssel lahm

Der Zugverkehr zischen Gent und Brüssel musste stillgelegt werden, nachdem im Stadtteil Gentbrugge eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entdeckt worden war. Eine potentielle Umgehungsstrecke war stundenlang nicht einsetzbar, weil Sturmtief Dirk die Oberleitung beschädigt hatte. In Gent trat der Katastrophenplan in Kraft.

Entdeckt wurde die Bombe in der Peter Benoitlaan, in der Nähe von Merelbeke. Aus Sicherheitsgründen wurden sofort alle Wohnungen um Umkreis von 300 Metern evakuiert. Betroffen sind 30 Anwohner, die von der Stadt anderweitig untergebracht wurden und Heiligabend wohl nicht zu Hause verbringen können.

Es handelt sich um eine britische Flugbombe von 1 Meter Länge und eine Durchmesser von 30 cm mit 108 Kg Sprengstoff. Der Minenräumdienst DOVO ist vor Ort im Einsatz. 1943 und 1944 war der Rangierbahnhof von Merelbeke von den Alliierten wiederholt bombardiert worden. Damals wurden 600 Häuser zerstört und weitere 1000 beschädigt. 1944 starben bei diesen Bombenabwürfen sogar 428 Menschen. In der Nachbarschaft der Peter Benoitlaan werden regelmäßig solche Blindgänger gefunden.

Wegen des Bombenalarms musste der Zugverkehr zwischen Gent und Brüssel stillgelegt werden. Dies ist die Strecke, die Ostende, Gent, Brüssel, Lüttich und Eupen verbindet. Eine Umgehungsstrecke war aufgrund von Sturmschäden stundenlang nicht einsetzbar. Seit 16.00 Uhr fahren dort aber Züge.