Sturmtief Dirk schont Belgien

Hübsche Bescherung! Erwartet worden waren für die vergangene Nacht und den heutigen Heiligabend Winde und Regen so heftig wie beim Sturmtief "Christian" Ende Oktober. Bei dem schweren Herbststurm waren in Nordeuropa mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Bisher halten sich die Schäden in Belgien – anders als in Großbritannien und Nordfrankreich - aber in Grenzen.

In ganz Belgien machte sich Sturmtief Dirk mit heftigen Winden und reichlich Regen seit der vergangenen Nacht wenig Freunde. Die Feuerwehr musste verschiedene Male ausrücken, weil Dächer beschädigt worden waren, Bäume entwurzelt wurden und Weihnachtsbeleuchtung sich selbstständig gemacht hatte.

In Brüssel mussten verschiedene Straßenbahnstrecken wegen des Sturms den Dienst einstellen. Auf den Strecken 3 und 5 fuhren keine Trams mehr, weil in der Nähe der Haltestelle Araucaria drei Bäume umgestürzt waren. Zwischen den Haltestellen Van Praet und De Wand übernahmen Busse die Verbindung. Alle Brüsseler Parkanlagen sind geschlossen.

Auch im Zugverkehr gab es Behinderungen, weil entwurzelte Bäume oder abgebrochene Äste die Oberleitungen beschädigt hatten. Der Thalys zwischen Antwerpen und Rotterdam fährt wegen des Sturms mit Verspätung.

Es kam wegen Wasserglätte zu verschiedenen Verkehrsunfällen. In Namür wurde eine Autofahrer verletzt, als eine Baum auf seinem Fahrzeug landete.

Im ganzen Land gilt wegen Sturmtief Dirk noch bis 15.00 Uhr Code Orange und das bedeutet, dass im Landesinnern Windgeschwindigkeiten bis zu 100 St/km möglich sind. Das Sturmtief sorgte auch für eine aktive Regenzone mit Niederschlagsmengen zwischen 10 und 20 Liter je m².