Belgien: Die Zahl der Arbeitslosen steigt weiter

Die Zahl der Arbeitslosen in Belgien steigt weiter. Ende November war die Quote um 3,7 % gegenüber dem Vormonat Oktober angestiegen. Im Vergleich mit November 2012 stieg die Quote sogar um 7,5 %. Der Anstieg ist im belgischen Bundesland Flandern am deutlichsten zu spüren.

Ende des vergangenen Monats registrierten die Arbeitsämter in den verschiedenen belgischen Ländern und Regionen insgesamt rund 443.736 Arbeitslose. Gegenüber dem Vormonat entspricht das einem Anstieg um 3,7 % und gegenüber November 2012 um sogar 7,5 %.

Nach Angaben des belgischen Arbeitsamtes entwickeln sich die Arbeitslosenzahlen gegen den Trend, denn im Oktober hatte die Quote gegenüber September noch um knapp 5 % abgenommen.

Der Anstieg der Arbeitslosenquote ist in Flandern am deutlichsten spürbar. Her zählte das regionale Arbeitsamt Ende November 169.781 voll entschädigte Arbeitsuchende, 19.295 mehr als im November 2012.

In der Wallonischen Region wurden 196.875 Arbeitsuchende registriert, 8.747 mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. In der Region Brüssel-Hauptstadt sind derzeit 77.080 Arbeitsuchende gemeldet, 3.056 mehr als um Vorjahr.

Steigende Armut auch bei Menschen mit Job

Die Zahl der Menschen in Flandern, die trotz festem Arbeitsverhältnis um zusätzliche Unterstützung bittet, ist im zu Ende gehenden Jahr um rund 20 % angestiegen. Unter den Antragstellern sind auch zunehmend Haushalte, in denen beide Partner einen Jon haben.

Das Flämische Netzwerk gegen Armut kann der Nachfrage nach günstigen Mahlzeiten, Hilfe bei Verwaltungsfragen oder anderem Beistand kaum noch nachkommen.

Vor allem die steigenden Preise bei Strom, Gas, Heizöl, Lebensmitteln oder Mieten sorgen für dauerhafte finanzielle Probleme auch bei jenen Haushalten, in denen die Bewohner einen oder mehrere Arbeitsstellen haben.