Die Pegelstände in Flandern stabilisieren sich

Der heftige Regen, der seit der Nacht zum Samstag über Flandern niedergeht, sorgt für ein Anschwellen der Pegelstände. Vor allem in der Provinz Ostflandern halten die Behörden einige kritische Punkte im Auge. Von Westen her zieht aber trockenes Wetter herbei.

Das Flüsschen Zwalm in der gleichnamigen Ortschaft und im Nachbarort Brakel hat im Laufe des frühen Samstagmorgens einen außergewöhnlich hohen Pegelstand erreicht, doch scheint die Situation unter Kontrolle zu sein. Seit etwa 10 Uhr am Morgen hat es dort aber bereits aufgehört zu regnen. In Oudenaarde wird das Wasser einiger Bachläufe in Auffangbecken und Auen geleitet und verursacht wohl keine Überflutungen.

In der Wallonie ist die Situation etwas problematischer, als in Flandern. Dort drohen gleich mehrere Flüsse und Kanäle über die Ufer zu treten. Das ist vor allem der Fall bei der Zenne und der Dender, beim Kanal Brüssel-Charleroi, an Sambre und Maas und auch bei der Lesse.

Hier drohten am Samstagmorgen die ärgsten Probleme in der Provinz Hennegau. In Charleroi fielen in der vergangenen Nacht bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter - ein Rekordwert letzte Nacht. Auch in Ath stiegen die Pegel bedrohlich hoch und erst am Samstagnachmittag wurden Warnungen für die Provinzen Namür und Luxemburg ausgegeben.

Von Westen her zieht besseres Wetter auf und es hörte am Morgen auf zu regnen, doch an verschiedenen Orten stiegen die Pegel noch bis in den späteren Nachmittag hinein, wenn auch deutlich langsamer, als in den Nachtstunden, als noch Niederschläge fielen.

Binnenschifffahrt teilweise unterbrochen

Auf einigen schiffbaren Wasserläufen und Kanälen in Flandern musste wegen der hohen Wasserstände die Binnenschifffahrt ausgesetzt werden. Derzeit ist zum Beispiel die Strömung der Dender zu stark für einen sicheren Schiffsverkehr und auch auf der Schelde ist die Situation für Binnenschiffe zeitweise problematisch.

Im Laufe des Samstagnachmittags rechneten die Behörden und das Wasser- und Schifffahrtsamt mit dem vorläufigen Höchststand. Obschon es seit einigen Stunden nicht mehr geregnet hatte, stiegen die Pegel noch bis in die frühen Abendstunden hinein wegen des Zustroms von Wassermassen aus Bächen und Nebenflüssen.