Steueramnestie bringt Fiskus 800 Mio. €

In der ersten Hälfte des Jahres 2013 haben etwa 16.000 Landsleute ihr Schwarzgeld oder ihre nicht angemeldeten Konten im Ausland bei der Steuerverwaltung angegeben. Diese Regularisierung von Schwarzgeld ließ rund 800 Mio. € in die Staatskasse fließen. Das ist doppelt so viel, wie eigentlich beim Fiskus erwartet. Finanzminister Geens (Foto) ist zufrieden.

Bis Mitte dieses Jahres rechnete der belgische Fiskus ein Bußgeld über 10 % der hinterzogenen Summe an, wenn Landsleute ihr Schwarzgeld offiziell meldeten. Seit dem wurde diese Strafgebühr auf 15 % der entsprechenden Summe erhöht. Privatleute aber auch Unternehmen haben noch bis zum Jahresende Zeit, sich in Form von Selbstanzeigen bei der Steuer zu melden, falls sie noch über Schwarzgeld oder über geheime Konten im Ausland verfügen. Die letzte Runde der allgemeinen Steueramnestie in Belgien läuft aus. Wer danach noch auffällt, der ist in Zukunft „dran“.

Bundesfinanzminister Koen Geens (CD&V) ist mit dem bisherigen Ergebnis dieses Vorgangs zufrieden, wie er am Samstagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion verlauten ließ: „Wir sind da zufrieden mit. Meine Verwaltung hat viel Energie in diese Sache investiert und hart daran gearbeitet, das geplante Ziel noch zu übertreffen. Das dieses Ziel so weiträumig überschritten werden konnte, liegt vielleicht auch am Bewusstsein, dass die Steueramnestie damit zu Ende ist. Es ist also in Zukunft nicht mehr möglich, zu einem günstigen Tarif Schwarzgeld anmelden zu können.“