Harte Haltung gegen falsche Rabatte gefordert

Der im belgischen Bundesland Flandern und in der Region Brüssel-Hauptstadt aktive Mittelstandsverband Unizo will, dass in diesem Winter gegen irreführende Preisnachlässe vorgegangen wird. Laut Unizo ist dies während des Winterschlussverkaufs gängige Praxis zum Nachteil des mittelständischen Einzelhandels.

Nach Ansicht des flämischen und Brüsseler Mittelstandsverbandes Unizo locken viele Einzelhandelsketten Kundschaft mit enormen Preisnachlässen in ihre Geschäfte. Doch oft vermelden die Preisschilder auf den entsprechenden Artikeln alte Preise auf, die so vorher nicht bestanden haben. Oder, so Unizo in ihrer Kritik an der Preispolitik während des Ausverkaufs, große Rabatte gelten nur für ganz wenige Artikel.

Für den Mittelstandsverband sind solche Praktiken nachteilig für den Einzelhandel und für kleine Geschäfte, die sich extreme Preisnachlässe einfach nicht leisten können. Unizo fordert denn auch strenge Kontrollen von Seiten der Behörden, wie Verbandssprecher Kristof Willekens am Sonntag gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion sagte:

„Jemand, der Neppnachlässe anbietet, der nimmt der Konkurrenz ein Stück weit den Wind aus den Segeln, denn er lockt damit lediglich Kundschaft unter falschem Vorwand in seinen Laden. Wir sind für den freien Markt, doch die Konkurrenz sollte ehrlich bleiben. Deshalb ist es nicht besonders schön, wenn es einige Geschäfte mit den Spielregeln nicht so genau nehmen. Durch einen solchen Regelverstoß nehmen sie vertrauenswürdigen Geschäftsleuten Umsatz weg.“

Laut Unizo konnten die Modehäuser ihre Winterbekleidung durch das zu warme Wetter im Dezember kaum loswerden. Der Einzelhandel hofft jetzt, Läden und Lager im Winterschlussverkauf leeren zu können und gleichzeitig den Jahreswechsel mit guten Geschäften begehen zu können.