Terrordrohung für Antwerpen und Brüssel

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln in Zusammenhang mit neuen Terrordrohungen, die ein Moslemextremist ins Facebook gestellt hat. Als mögliche Ziele seiner Anschläge nannte er unter anderem den Hauptbahnhof von Antwerpen und das Atomium in Brüssel. Der Verfasser des Textes sandte seine Botschaft auch zur Zeitung Het Laatste Nieuws.
AP2013

Ein Moslemextremist hat damit gedroht, an Silvester unter anderem am Antwerpener Hauptbahnhof und in Brüssel Anschläge zu verüben. "Im Namen Allahs dem Barmherzigen, voll der Gnade, will ich die Muslime warnen, sich nicht unter die Ungläubigen für das Feuerwerk zum Jahreswechsel zu mischen", heißt es in einer Botschaft. Als mögliche Ziele von Anschlägen nennt der Verfasser des Textes die Kaiufer in Antwerpen, den Antwerpener Hauptbahnhof, die Einkaufsstraße Meir und das Atomium in Brüssel.

Laut der Zeitung Het Laatste Nieuws soll die Botschaft von einem Account aus versandt worden sein, der von einem Mitglied der verbotenen radikal-islamistischen Gruppierung Sharia4Belgium aus Vilvoorde eingerichtet worden ist. Die Person mit diesem Account soll jedoch inzwischen in Syrien umgekommen sein.Von dem gleichen Account aus sollen laut der Zeitung auch früher schon Botschaften versandt worden sein.

Polizei in "erhöhter Alarmbereitschaft"

Die örtliche Polizei von Antwerpen sei wie sie selbst sagt an Silvester "in erhöhter Alarmbereitschaft". Zusätzliche Patrouillen würden eingesetzt und es werde besonders auf den privaten Besitz und das Zünden von Feuerwerkskörpern geachtet, meldet die Polizei in einem Pressebericht am Montag.

Die Polizei warnt, dass sowohl vor, als auch während und nach dem Silvesterfeuerwerk Personen, Gegenstände oder Fahrzeuge kontrolliert werden können. Wer privates Feuerwerk dabei habe, werde angezeigt und das Feuerwerk beschlagnahmt.

Wer am Dienstagabend zum Silvesterfeuerwerk in die Stadt komme, um zu gucken und etwas Verdächtiges beobachte, werde gebeten, sich direkt an einen der anwesenden Beamten zu wenden. Die Beamte könnten dann entsprechend handeln, heißt es noch.