Unruhen im Kongo: Brussels Airlines setzt Flüge nach Kinshasa aus

Die Fluggesellschaft Brussels Airlines hat wegen der Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo die täglichen Flüge nach Kinshasa annulliert. Bewaffnete Männer sollen in den Staatssender in der Hauptstadt des Kongo eingedrungen sein und Journalisten zur Geisel genommen haben. Auch am Flughafen und auf einem Militärstützpunkt wurde geschossen.

Fernseh- und Radiosendungen seien dem kongolesischen Botschafter in unserem Land zufolge für kurze Zeit unterbrochen worden. Man habe vermeiden wollen, dass die bewaffneten Männer Botschaften ausstrahlten. Kurz vor der Unterbrechung des Empfangs soll jedoch eine Botschaft ausgestrahlt worden sein, die sich gegen das Regime von Präsident Kabila richtete.

Als Folge der Unruhen habe Brussels Airlines ihre Flüge nach Kinshasa annulliert, heißt es bei der Fluggesellschaft jetzt. Der Sprecher von Brussels Airlines, Geert Sciot, sagte am Montag: "Bei uns gehen in der Tat Berichte ein, dass dort gerade alles mögliche passiert, Schüsse in der Nähe des Flughafens, Probleme auf dem Weg zwischen dem Flughafen und der Stadt. Das sind die Informationen, die wir von unseren eigenen Leuten vor Ort erhalten. Was genau passiert, wissen wir nicht. Es ist sehr verwirrend, aber in dieser Situation fliegen wir besser nicht."

Am Montagabend oder am Dienstag soll geprüft werden, ob man die anderen Flüge in das Land weiterhin anbieten kann.