Außenminister Reynders auf Mission in Nahost

Bundesaußenminister Didier Reynders von den französischsprachigen Liberalen beginnt an diesem Donnerstag an einer humanitären Auslandsmission in Nahost. Im Zentrum der zweitägigen Reise steht die Krise in Syrien.

Der belgische Außenminister besucht am Donnerstag Flüchtlingslager an der türkisch-syrischen Grenze, darunter Schulen im Flüchtlingslager von Akçakale, die von der internationalen Gemeinschaft finanziert werden.

Am Freitag besucht Reynders weitere syrische Flüchtlingslager, u. a. im Beka-Tal, im Osten des Libanon.

Die Türkei, der Libanon, Jordanien, Ägypten und Irak nehmen den Hauptanteil syrischer Flüchtlinge auf. Seit dem Ausbruch des Konflikts sind rund 3 Millionen Syrer auf der Flucht.

Der belgische Außenminister führt auch Gespräche mit den verantwortlichen Behörden dieser Länder, in denen die politischen Spannungen in den letzten Tagen erneut gestiegen sind.

AP2013

In der Türkei ist Tayip Erdogan durch eine interne Krise in seiner Partei und Regierung geschwächt.

Im Libanon wurde am Freitag ein Bombenattentat in Beirut verübt, bei dem der Politiker Mohamad Chatah ums Leben kam. Der ehemalige Finanzminister war ein Vertrauter des Vorsitzenden der antisyrischen Zukunftsbewegung. Reynders wird Chatah die letzte Ehre erweisen.