Menen: Kein Französisch mehr auf der Gemeinde

Ab dem 2. Januar darf den Gemeindebeamten der belgisch-französischen Grenzstadt Menen kein Wort Französisch mehr über die Lippen kommen. Die christdemokratische Bürgermeisterin Martine Fournier (CD&V) will die Sprachengesetzgebung in allen Einzelheiten umsetzen. Notfalls müssen sich die Beamten und Bürger mit Zeichen oder Piktogrammen verständigen. In Menen wohnen zahlreiche Wallonen und Franzosen.

Menen (Menin auf Französisch) liegt in Westflandern, genau an der Sprachengrenze und an der Grenze zu Frankreich.

20 % der Bevölkerung spricht Französisch, da zahlreiche Wallonen und Franzosen in Menen ansässig sind. Die Gemeindebeamten sprachen bis dato auch Französisch, um die Behördengänge eines Fünftels der Bürger zu vereinfachen.

Bürgermeisterin Martine Fournier (Foto), die seit Langem auf die buchstabengetreue Anwendung der Sprachengesetze pocht, setz diese jetzt auch konsequent um: Ab dem 2. Januar darf ab sofort nur noch Niederländisch auf der Gemeinde gesprochen wird.

Die Bürger, die kein Niederländisch sprechen, erhalten ein Blatt, das ihnen in 4 Sprachen mitteilt, dass sie mit einem Dolmetscher zurückkommen können.

"Wir haben das getestet, ohne allzu große Schwierigkeiten", so Fournier.

Notfalls können Beamte und Bürger auch Zeichen oder Piktogramme verwenden.