Vorstände bleiben Männerbastion

Die Vorstände der großen belgischen Unternehmen bleiben eine Männerbastion. Nur 12 % der Vorstandsmitglieder sind Frauen. Bis 2016 soll sich der Frauenanteil in den Entscheidungsgremien auf 33 % verbessern. Das geht aus Zahlen der Unternehmensberatung Hay Group zurück, die heute in De Standaard und Het Nieuwsblad erscheinen.

Die Zahlen der Hay Group beweisen schwarz auf weiß: Frauen in den Vorständen sind, in Belgien, eine echte Seltenheit. Nur 12 % der Vorstände sind weiblich.

Fast exklusiv mit Männern bestückt sind die Vorstände jetzt von Gesetzes wegen verpflichtet, ein Drittel weibliche Vorstandsmitglieder zu ernennen.

"Wir haben in den nächsten Jahren also noch viel zu tun, aber ich stelle auch eine positive Entwicklung fest", reagierte Walter Janssens von Hay: "Die Hälfte der neuen Vorstandsmitglieder sind jetzt meistens Frauen."

Was die Gehälter betrifft, sind die Differenzen zwischen Mann und Frau bei gleicher Arbeit, so gut wie aufgehoben. 2013 lag es bei 12 % (gegenüber 15 % im Jahr davor). Der Unterschied erklärt sich vor allem dadurch, dass Frauen nicht so häufig wie männliche Kollegen, in Ausschüssen vertreten sind.

 

 

Deutschland: Frauen besser vertreten

In Deutschland, wo der Lobbydruck und die Quoten-Debatte besonders intensiv sind, waren 21,7 % der Aufsichtsräte in den 30 Dax-Konzernen Anfang Juni 2013 weiblich, so die Beratungsgesellschaft PwC: Anfang 2011 hatte der Frauenanteil erst 13,4 Prozent betragen, seither haben viele Unternehmen bei der Neubesetzung der Gremien die Kontrollposten mit Frauen besetzt.