50. Okapi in Antwerpen geboren

Im Zoo von Antwerpen ist am 27. Dezember ein Okapi-Junges auf die Welt gekommen: das fünfzigste seit 1919. "Oni", wie es heißt, wog bei der Geburt 28 Kilogramm. Mutter und Tochter geht es gut, so die Königliche Gesellschaft für Zoologie von Antwerpen.
Jonas Verhulst KMDA

"Oni" bedeutet "geboren in Heiligkeit".

Seit seiner Geburt am Freitag hat das Okapi-Junge 6 Kilogramm zugenommen. Seine Beine und sein Hinterrücken schmückt inzwischen das einzigartige Querstreifenmuster dieser giraffenartigen Paarhufer.

Bedroht

Weil es zurzeit nicht wärmer als 11 bis 12 Grad ist, muss Oni im Stall bleiben.

Okapis gehören zu den bedrohten Tierarten. Ihre Anzahl ist in den letzten 10 Jahren um 75 % gesunken. In der Wildnis findet man die sehr scheuen Tiere, die erst 1901 entdeckt wurden, nur noch in den Regenwäldern im Kongo. Dort leben noch ca. 10.000 Tiere.

Damit die Okapis ihrer Freiheit nicht mehr beraubt werden und ihr Aussterben verhindert werden kann, setzt sich das Europäische Erhaltungszuchtprogramm EEP, unter Leitung des Zoos von Antwerpen, für die Okapis ein.

Das Programm erfasst alle Daten über Okapis in Zoos und Tiergärten in der ganzen Welt. Ziel des Zuchtprogramms ist der Erhalt der größtmöglichen genetischen Vielfalt dieser bedrohten Tierart.

Jonas Verhulst KMDA

Zurzeit sind 170 Okapis in Zoos untergebracht. 66 Okapis davon leben in europäischen Gehegen. Ihre Anzahl ist seit 1995 um rund 60 % gestiegen, meldet die Königliche Gesellschaft für Zoologie von Antwerpen.

Jonas Verhulst KMDA