Belgischer Mitarbeiter von MSF in Syrien entführt

In Syrien, an der Grenze zur Türkei, sind ein belgischer und vier weitere ausländische Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen (MSF) entführt worden. Das hat die Hilfsorganisation gegenüber dem belgischen Außenministerium bestätigt. Sowohl der Belgier als auch ein Deutscher, ein Schweizer und zwei weitere Mitarbeiter sind seit einem Verhör am Donnerstag verschwunden.
AP2013

Meldungen der spanischen Presseagentur EFE zufolge wurden sie von Mitgliedern der ISIS („Islamischer Staat im Irak und der Levante") verschleppt, einer Gruppierung, die mit al-Qaida verbunden sein soll.

Die Mitarbeiter seien zu einem Verhör mitgenommen worden und nicht mehr zurückgekehrt. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Latakia in Nordsyrien.

 

Aus Sicherheitsgründen will die spanische Abteilung von Ärzte ohne Grenzen sich nicht weiter zu dem Vorfall äußern.

Die Hilfsorganisation betreibt sechs Krankenhäuser und vier Gesundheitszentren im Norden von Syrien. Die Ärzte und Pfleger arbeiten unter besonders harten Bedingungen in diesem Konfliktgebiet. Im September war ein syrischer Chirurg von MSF im syrischen Norden erschossen worden.

Die Mitarbeiter der Hilfsorganisation werden zur Zielscheibe sowohl von den syrischen Regierungstruppen als auch von verschiedenen Rebellengruppierungen.