Tödlicher Unfall bei LSG Sky Chefs in Brüssel

Ein Mitarbeiter des Cateringbetriebs LSG Sky Chefs ist am Samstagmorgen auf dem Flughafen von Brussels Airport tödlich verunglückt. Seine Kollegen haben die Arbeit sofort stillgelegt. Die Staatsanwaltschaft untersucht die Umstände des Arbeitsunfalls. Rund 15 Langstreckenflüge verzögerten sich, da nach Alternativen für das Catering an Bord gesucht werden musste.

Für Kurzstreckenflüge ergaben sich keine Verzögerungen, da keine Mahlzeiten an Bord verteilt werden. Passagiere konnten auch Proviant mit an Bord nehmen.

Arbeitsunfall beim Verladen

Bei dem Opfer des Betriebsunfalls handelt es sich um einen 61-jährigen Mitarbeiter der Cateringfirma. Der Unfall soll sich beim Be- oder Abladen eines Lkws ereignet haben.

Mehrere Kollegen, die Zeugen des Unfalls waren, stehen unter Schock. Die Arbeit wurde sofort eingestellt.
In den vergangenen Wochen soll es mehrfach zu sozialen Spannungen bei LSG Sky Chefs gekommen sein. Die Geschäftsführung hat der Familie und den Kollegen ihr Beileid ausgesprochen.

17 Langstreckenflüge verzögert

Verzögerungen ja, aber keine Annullierungen: Diese Mitteilung kam vom Flughafenbetreiber Brussels Airport.
Weil die Fluggesellschaften alternative Catering-Lieferanten finden mussten, konnten Verspätungen von bis zu 4 Stunden entstehen.

Bei Brussels Airlines waren die Abflugzeiten lediglich um 15 Minuten verzögert worden.

LSG Sky Chefs

Der am Brüsseler Flughafen ansässige Caterer  ist eine hundertprozentige Filiale der deutschen Lufthansa. In der Küche wird täglich die Bordverpflegung für über die Hälfte aller in Zaventem aufsteigenden Flüge zubereitet.

In der letzten Zeit hatte die Belegschaft in Zaventem häufiger über den hohen Arbeitsdruck und Sicherheitsprobleme geklagt.