2013 wurden 18 nukleare Zwischenfälle gemeldet

Die belgische Bundesbehörde für Nuklearkontrolle (Fanc) hat im vergangenen Jahr 18 Zwischenfälle in Nuklearanlagen registriert. Alle diese Zwischenfälle fielen in die Kategorie 1 der so genannten INES-Skala für Normabweichungen bei sicherem Anlagenbetrieb.

Diese Abweichungen von der zulässigen Norm betrafen ausschließlich Bereiche, von denen ein sicheres Funktionieren der Anlagen nicht in Gefahr gerät und die auch keine Probleme für die Bevölkerung darstellen.

2012 lag die Zahl der registrierten Zwischenfälle noch bei 16, allerdings waren damals zwei Probleme darunter, die in die INES-Kategorie 2 fielen. Dies stellte Störfälle mit Ausfall von Sicherheitsvorkehrungen in Nuklearanlagen dar.

Die INES-Skala umfasst insgesamt 7 Stufen. Die 7. Stufe bedeutet einen schweren nuklearen Zwischenfall mit Austritt von Radioaktivität, wie zuletzt im Jahr 2011 im japanischen Fukushima. Davor fiel der Atomunfall im russischen Kernkraftwerk von Tschernobyl 1986 unter diese Kategorie.

Vier Standorte in Belgien

Belgien zählt insgesamt vier relevante Nuklearanlagen: Die Kernkraftwerke von Tihange bei Huy in der Provinz Lüttich und Doel bei Antwerpen mit ihren teilweise veralteten Meilern, die Anlagen für Wiederaufbereitung von strahlendem Material bei Belgoprocess in Dessel bei Mol (Provinz Antwerpen) und das Atom-Forschungszentrum von Fleurus in der Provinz Hennegau.