Immer mehr Arbeitsmigration von Wallonen nach Flandern

Rund 50.000 Wallonen hatten 2012 einen Job in Flandern. Ihre Zahl ist in nur zwei Jahren um 10.000 gestiegen. Das flämische und wallonische Arbeitsamt VDAB und Forem arbeiten eng zusammen und tauschen Stellenangebote aus. Das zeigt seine Wirkung. Umgekehrt geht die Zahl der Flamen, die in Wallonien arbeiten, zurück.
BELGA/FAHY

Für die Zunahme der Arbeitsmigration von Wallonen in Flandern gibt es verschiedene Gründe: Der Hauptgrund ist, schreibt die Zeitung De Standaard, dass das Jobangebot in flämischen Unternehmen größer und breiter gefächert sei. Die flämischen Betriebe öffneten ihre Türen stets mehr für wallonische Arbeitnehmer, weil in manchen Wirtschaftszweigen Fachkräftemangel herrsche. Außerdem arbeiteten das VDAB und das Forem, das Arbeitsamt von Flandern und Wallonien, enger zusammen.

Und damit werde in Belgien endlich das normal, was in anderen Ländern schon längst normal sei, so die Zeitung in ihrem Kommentar. Woanders seien solche Kooperationen nämlich  selbstverständlich – hierzulande habe es lange gedauert, bis wir das begriffen hätten. Das seien positive Nachrichten, denn so fänden Wallonen Arbeit in Flandern und in der Region Flandern würden viele schwierig zu besetzende Stellen, die lange offen gestanden hätten, jetzt besetzt werden.