Eisenbahn: 2013 weniger rote Signale überfahren

Im vergangenen Jahr registrierten die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB und Infrastrukturbetreiber Infrabel deutlich weniger Fälle von Überfahren eines roten Haltesignals als in den Jahren davor. Das liegt auch an der Tatsache, dass die meisten Triebfahrzeuge der Bahn mittlerweile mit aktuellen Sicherheitssystemen ausgerüstet sind.

Insgesamt überfuhren Lokführer auf belgischen Gleisen letztes Jahr in 56 Fällen ein rotes Signal ohne zu halten. Das ist etwa ein Viertel weniger als 2012 und sogar die Hälfte weniger als 2010, in dem Jahr, als es in Buizingen bei Brüssel (kleines Foto) zu einem verheerenden Zusammenstoß zweier Züge mit vielen Toten und Verletzten gekommen war. Der Unfall war damals durch das Ignorieren eines roten Haltesignals entstanden.

Thomas Baeken, Sprecher des belgischen Infrastruktur- und Gleisnetzbetreibers Infrabel, sagte zu dieser Entwicklung gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion am Mittwoch, dass endlich fast alle Züge mit den derzeit allgemein gültigen Brems- und Sicherheitssystemen ausgerüstet sind:

„Bei uns auf dem belgischen Gleisnetz sind das das System TBL 1 - ein automatisches Brems- und Nothaltesystem - und das europäische Sicherheitssystem ETCS. Dies sorgt für einen positiven Trend und wir sehen kaum noch Züge durch Rot fahren. Zudem hat natürlich auch unsere Sensibilisierungskampagne für die Lokführer, die sich sowohl an die Kollegen der belgischen Staatsbahn, als auch an die der privaten Bahnunternehmen richtete, Wirkung gezeigt, denn die entsprechenden Zahlen sinken deutlich.“

Allerdings hatten Lokführer noch in rund 30 Fällen durch das Überfahren eines Haltebefehls für gefährliche Situationen gesorgt. Dabei riskierten sie jeweils den Zusammenstoß von Zügen, wie man bei der NMBS/SNCB und bei Infrabel dazu angab.