Keine Spaltung der Schulferien in Belgien

Der Ruf des Reiseveranstalters Thomas Cook, die Schulferien in Belgien in Flandern und Wallonien unterschiedlich anzusetzen, fand beim Treffen der regionalen Bildungsminister mit König Philippe am Dienstag kein Gehör. Bis mindestens 2020 bleibt alles beim Alten.
HOUIN / BSIP

Der Reise- und Urlaubsveranstalter Thomas Cook hatte unlängst vorgeschlagen, die Schulferien in den Sommermonaten, zu Ostern oder an Weihnachten und Neujahr in den verschiedenen belgischen Bundesländern unterschiedlich anzusetzen. Dies würde dafür sorgen, dass die Familien im Lande ihre Reise praktischer planen könnten und zudem würde dieser Schritt die Preise für Urlaubsreisen senken und mehr Billigangebote möglich machen.

Thomas Cook führte dazu als Beispiel die Osterferien an. In den Nachbarländern Belgiens, z.B. in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands, würden diese zu unterschiedlichen Zeiten angesetzt, was zu einer längeren Urlaubsperiode führe. Dies wiederum erhöhe die Nachfrage und senke folglich die Preise. Auch für Belgien erhofft sich Thomas Cook dadurch eine längere Zeitdauer, in denen die Leute in Urlaub fahren oder fliegen können.

Doch die verschiedenen Bildungsminister aus Bund und Ländern - Pascal Smet (SP.A) für Flandern, Martine Schyns (CDH) für Wallonien und Oliver Paasch (ProDG) für die Deutschsprachige Gemeinschaft - einigten sich bei ihren interministeriellen Treffen bei König Philippe im Brüsseler Stadtpalast am Dienstag darauf, hier vorerst nichts zu verändern. Bis 2020, so verlautete aus dem Palast, werde man an den Ferienplanungen in Belgien nichts verändern.