Belgische Pommes-Kultur wird zum Kulturerbe

Die belgische "Pommes- Frites-Kultur" wird künftig als geistiges kulturelles Erbe anerkannt. Das hat die flämische Kulturministerin Joke Schauvliege bekannt gegeben. Die Anerkennung ist vor allem symbolisch und soll dafür sorgen, dass die Traditionen um die belgischen Pommes-Frites nicht verloren gehen.

Die Mitglieder der nationalen Berufsvereinigung waren mit 20.000 Unterschriften und einem Pommes-Imbissstand zum Kabinett der Ministerin gekommen.

Und die Ministerin hatte gute Nachrichten für sie: "Die Berufsverbände der Pommesbudenbesitzer, und Pommesvertreter haben einen Ordner zusammengestellt, in dem sie zeigen, dass eine breite Bevölkerung hinter ihnen steht. Das haben wir natürlich schon gewusst. In den Unterlagen ist auch vermerkt, dass daran tatsächlich eine Erbengemeinschaft verbunden ist, die die Tradition auch wirklich fortsetzen möchte. Das hat nichts mit finanziellen Zuschüssen zu tun. Es ist eine Anerkennung - die Tasache, dass wir anerkennen, dass dies geistiges kulturelles Erbe ist, dass dies eine lange Tradition hat, die wir von Generation zu Generation fortsetzen wollen."

Ein Stück Lebensqualität

Die Pommesbudenbesitzer und -Vertreter sind froh über diese Anerkennung. Sie halten den symbolischen Wert für äußerst wichtig. 

Bernard Lefèvre, der Vorsitzende des Pommesverbandes betonte am Freitag im VRT-Radio: "Eine Tüte ist das Symbol, aber es ist viel mehr als das. Sehen Sie einen Ministerpräsidenten, der mit irgendjemandem schwätzt, das sieht man in keinem Restaurant. Das siehst Du nur in einer Pommesbude, das ist Pommesbudenkultur. Diese Gemütlichkeit des Flamen, die nicht selbstverständlich ist, äußert sich erst in der Pommesbude. Und das ist ein Stück Lebensqualität, die ruhig anerkannt werden darf und bewahrt werden sollte."