200 Afghanen auf dem Weg nach Gent

Rund 200 Afghanen, die Unterkunft in der Brüsseler Begijnhof-Kirche gefunden haben, haben am Samstagmorgen einen Fußmarsch von Brüssel nach Gent unternommen, um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erwirken. Um Weihnachten herum hatte sich die Gruppe Afghanen schon einmal zusammengetan, um nach Mons (Wallonien) zu marschieren mit dem Ziel, Gespräche mit Premierminister Elio Di Rupo und der Staatssekretärin für Asyl und Migration, Maggie De Block, zu führen. Die Gespräche von damals hatten zu keinem Ergebnis geführt.

"Wir wollen erneut, dass man sich unsere Bitte anhört", erklärt eine Teilnehmerin des Marsches. "Die Regierung muss in ihrer Asylpolitik die neuen Empfehlungen der Vereinten Nationen bezüglich Afghanistan berücksichtigen. Das Land ist nicht mehr sicher und Belgien muss wenigstens die Abschiebungen aussetzen. Die Afghanen müssen eine eindeutige Aufenthaltsgenehmigung bekommen", so die Frau noch.

Mit ihrem erneuten Marsch wollen die Afghanen jetzt mehr Sympathie in Flandern wecken, um doch noch Aufenthaltspapiere zu erwirken.

Beim letzten Treffen der Afghanen mit Di Rupo und De Block, hieß es, dass alle Afghanen einen neuen, Einzel-Asylantrag stellen könnten. Die Demonstranten drängen jedoch eher auf eine gemeinsame Lösung.

Der Marsch erfolgt an diesem Samstag von Brüssel bis nach Affligem. Dort werden die Teilnehmer eine Nacht in der Abtei verbringen. Gegen Mittag werden sie eine Pause in Merchtem einlegen. Dort wohnt Staatssekretärin De Block.