Brüssel: Gestapo-Keller unter Denkmalschutz

Die Brüsseler Regierung hat beschlossen, mehrere Keller von Gebäuden in der Brüsseler Louizalaan, die während des Zweiten Weltkriegs von der Gestapo genutzt wurden, unter Denkmalschutz zu stellen. Der Denkmalschutz der Gestapo-Keller erfolgt auf Initiative des Brüsseler Ministerpräsidenten Rudi Vervoort.

Unter deutscher Besatzung beschlagnahmte das Reichssicherheitshauptamt während des Zweiten Weltkriegs mehrere Gebäude in der Louizalaan in Brüssel. Die Gestapo, also die Geheime Staatspolizei, nutzte die Keller dieser Gebäude, um Gegner des Nazi-Regimes, Widerstandskämpfer und zahlreiche Juden wegzuschließen. In den Kellern sind noch Spuren aus dieser Zeit zu sehen: Unter anderem Eingravierungen, Skizzen und Bleistiftzeichnungen.

Auf Initiative des Brüsseler Ministerpräsidenten Rudi Vervoort hat die Brüsseler Regierung jetzt ein Verfahren zum Denkmalschutz der Keller der betroffenen Gebäude eingeleitet.

Vervoort: "Diese Keller tragen Spuren von einer Periode aus unserer Geschichte, die wir nicht so einfach an uns vorbei gehen lassen dürfen. Es ist wichtig, dass sie weiterhin bewahrt werden. Ich halte es für unsere Pflicht, für immer auf diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinzuweisen und die Beweise hiervon auch an die nächste Generation weiterzureichen."