"Eine Wahl zwischen PS- und N-VA-Modell"

Am 25. Mai hat der Flame die Wahl: Weiterstottern mit dem PS-Modell der Sozialisten, dem Steuermodell oder tiefgreifende Veränderungen mit den flämischen Nationalisten N-VA. Das waren die Worte des Vorsitzenden der N-VA, Bart De Wever (großes Foto) am gestrigen Samstag in seiner Neujahrsrede in Gent. Er widerlegte auch die Kritik, die N-VA sei eine asoziale Partei, die sich nur für die Reichen einsetze. Die flämischen Christdemokraten von der CD&V halten genau wie De Wever eine flämische Mehrheit in der nächsten belgischen Regierung für zwingend notwendig, allerdings eine Entscheidung zwischen dem PS-Modell und dem N-VA-Modell für die falsche Wahl.

Am 25.Mai stehen wir vor einer historischen und einfachen Wahl, betonte der Vorsitzende der flämischen Nationalisten N-VA, Bart De Wever am Samstag: Der zwischen dem PS-Modell und dem Modell der N-VA.

„Wir werden Lösungen vortragen, die Wirtschaftswachstum, Stabilität und Ruhe in die Reformpläne bringen können. Wir werden den Menschen eine Perspektive geben, mit der das Vertrauen zurückgeholt werden kann. Denn das belgische Rezept von Di Rupo, nämlich nicht zu sparen, mehr auszugeben als die Wirtschaft wachsen kann und dann immer mehr Steuern zu erheben, ist ein Katastrophenrezept. Es ist Zeit für eine andere Politik, Zeit für ein anderes Land.“

Wer behauptet, dass die N-VA eine Partei für die Reichen ist, hat recht, sagte De Wever ironisch.

„Ich habe eine ganz schöne Ansammlung von Lamborghinis und Bentleys auf dem Parkplatz hier anrollen sehen. Die Garderobe war bereits total gefüllt mit den Pelzmänteln von Euren Frauen und wenn ich in den Saal blicke, werde ich fast blind vom Gold und den Diamanten, die Sie alle mitgebracht haben.“

Nicht wir sind asozial betonte De Wever, sondern die Regierung Di Rupo.

„Asozial sind die hohen Einkommenssteuern, wodurch die Unternehmen keine Personen, die älter als 50 sind, einstellen können, weil die zu teuer sind. Asozial ist, eine Regierung zu bilden ohne die Mehrheit auf der flämischen Seite.“

"Nicht auf Wahl zwischen PS-Modell und N-VA-Modell reduzieren!"

Auch die flämischen Christdemokraten von der CD&V halten - genau wie Bart De Wever - eine flämische Mehrheit in der nächsten belgischen Regierung für zwingend notwendig. Das sagte der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (kleines Foto) in der sonntäglichen VRT-Talkshow De Zevende Dag.

Er und der Fraktionsführer der flämischen Liberalen von der Open VLD, Patrick Dewael, halten die Entscheidung zwischen dem PS-Modell und dem N-VA-Modell jedoch für die falsche Wahl.

“Ich finde es eigenartig, dass das jetzt reduziert wird auf eine Wahl zwischen einem PS-Modell und einem N-VA-Modell, denn Sie haben recht, die PS wird nicht entscheiden, wie wir in Flandern die neuen Befugnisse ausfüllen. Die PS wird uns nicht sagen, wie wir die neue Wohlfahrt in Flandern absichern und wachsen lassen können und sie wird uns auch nicht vorschreiben, wie wir unsere Wirtschaft, unsere kleinen und mittleren Betriebe und unsere großen Unternehmen weiter stimulieren“, so Peeters im VRT-Fernsehen am Sonntag.