Immer mehr Altersheime gehen in Privathände über

Immer mehr Städte und Gemeinden denken darüber nach, ob sie selbst noch ein Altersheim betreiben sollten oder ob sie dies nicht lieber in die Hände der Privatwirtschaft legen sollten. Das sagt der flämische Verband für Städte und Gemeinden.

Aus einer Untersuchung von Belfius geht hervor, dass viele  Gemeinden immer mehr Geld für die Sozialämter einplanen müssen, um diese finanziell zu unterstützen.

Insbesondere Sozialämter mit eigenen Altersheimen stoßen immer öfter auf finanzielle Probleme. Sie erhalten auch immer häufiger Angebote aus der Privatwirtschaft, um ihr Altersheim dem Privatsektor abzutreten, betont Kurt De Loor, der Vorsitzende des Sozialamts in Zottegem: "Es gibt 3 Arten von Investoren: Der kommerzielle Altersheimsektor, der auch den Betrieb unserer öffentlichen Altersheime übernehmen will und die Immobilieninvestoren, denn Seniorenheime sind auch in der Zukunft sicher, weil keine einzige Wohnmöglichkeit leer bleiben wird. Und dann muss man sich natürlich die Frage stellen, für wen machen sie das? Sie machen das natürlich für den Gewinn und dann wird irgend jemand die Rechnung dafür präsentiert bekommen."

"Es werden die Bewohner sein, die höhere Tagespreise bezahlen werden müssen, aber auch die Mitarbeiter, die sich viel weniger interessanten Arbeitsbedingungen gegenüber sehen werden", so De Loor noch.

Häufig bekommen also die Sozialämter selbst Angebote aus dem Privatsektor, um ihre Altersheime zu verkaufen. Der Städteverband warnt jedoch davor, dass die Privatisierung nicht zu höheren Preisen für die Plätze in den Seniorenheimen führen dürften.