Homo-Hass: Belgier in Uganda verhaftet

Das Brüsseler Außenministerium hat der VRT-Redaktion bestätigt, dass in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, ein Belgier wegen des Verdachts der Homosexualität festgenommen wurde. Die Entwicklung dieses Falles „wird mit größter Aufmerksamkeit“ verfolgt, weil diese ugandische Beschuldigung in Belgien kein Straftatbestand und ein Menschenrecht ist.

Der belgische Staatsbürger wurde in de Nacht zum Montag in seiner Wohnung in Kampala festgenommen. Der Mann lebt seit mehreren Jahren in der ugandischen Hauptstadt. Das belgische Außenministerium hat vor Ort einen Rechtsanwalt einschaltet, nachdem die lokale Polizei die Verhaftung bestätigt hatte.

Laut ugandischen Medienberichten wurden der Belgier und sein kenianischer Freund in einem Polizeigefängnis in Kampala festgesetzt. Sie werden am Donnerstag einem Richter vorgeführt, wegen des Verdachts „sexueller Kontakte, die unvereinbar sind mit den Gesetzen der Natur“. Homosexualität ist in Uganda per Gesetz verboten.

In einem Interview mit dem ugandischen Fernsehen hat der Belgier dementiert, zum Zeitpunkt der Festnahme nicht korrekt angezogen gewesen zu sein.

Mittwoch findet im Brüsseler Außenministerium eine Krisensitzung statt. Inzwischen wurde der Belgier gegen Zahlung einer Kaution freigelassen.