Rekordzunahme von Bußgeld-Einnahmen im Verkehr

Bußgelder im Verkehr haben im letzten Jahr 50 Millionen Euro zusätzlich eingebracht. Das ist die größte Zunahme hierzulande überhaupt. Die Gründe für die höheren Einnahmen sind unterschiedlich. So kann der Fiskus die Bußgelder effizienter einziehen, die Polizei führt mehr Kontrollen durch und einige Verkehrsvergehen werden strenger bestraft.

Der größte flämische Automobilverband VAB appelliert an die Regierung, die zusätzlichen Einnahmen sinnvoll anzulegen und damit zum Beispiel junge Leute auszubilden. Maarten Matienko vom VAB betonte hierzu, dass man diesem Aspekt viel zu wenig Beachtung schenke. Er denke zum Beispiel an die Verkehrserziehung oder an Fahrtraining. "Zie der Kontrollpolitik ist, den Verkehr sicherer zu gestalten, aber investieren wir diesbezüglich vor allem auch in die jungen Leute."

Aus Zahlen des Finanzministeriums geht übrigens hervor, dass insbesondere Einkünfte aus Bußgeldern der Gerichte für einfache Strafdelikte stark angestiegen sind: Von 38 Millionen Euro 2012 auf 56 Millionen Euro im letzten Jahr (+47 Prozent). Über direkte Einkassierungen von Bußgeldern wegen leichter Verkehrsverstöße sind 282 Millionen Euro (+5 Prozent) in die öffentlichen Kassen geflossen.

2013: 300.000 Übertreter bei Abschnittskontrollen erwischt

Bei Abschnittskontrollen zur Überwachung von Tempolimits im Straßenverkehr auf der E17 und der E40 haben 2013 insgesamt rund 300.000 Geschwindigkeitsübertreter ein Bußgeld ausgestellt bekommen. Bei Abschnittskontrollen wird die Durchschnittsgeschwindigkeit auf einer längeren Strecke gemessen. Drei der vier Systeme sind erst im letzten Jahr installiert worden.