Brüssel erweitert die Fußgängerzone im Zentrum

Die Stadt Brüssel will bis 2017 einen Teil der Innenstadt zur Fußgängerzone umwandeln. Über ein neues Parkleitsystem sollen Autofahrer dazu gebracht werden, das autofreie Stadtzentrum zu vermeiden und der Durchgangsverkehr wird umgeleitet. Die Arbeiten sollen 2015 beginnen.

Die Fußgängerzone im Herzen von Brüssel wird deutlich ausgeweitet. Vor allem der Bereich der großen Durchgangsstraße zwischen dem Brouckèreplatz und dem Bahnhof Brüssel Süd/Midi wird dabei von Autos befreit. Das bedeutet, dass der Platz an der Börse von einer staureichen Verkehrsachse zur mondänen Flaniermeile wird.

Brüssels Stadtverordnete für Verkehr und Mobilität, Els Ampe (Open VLD - Foto), sagt dazu, dass Brüssel mit anderen Städten in Belgien konkurrieren müsse, um Touristen und Shoppinggäste anzuziehen: „Zwischen den Städten herrscht viel Konkurrenz um Einkaufstouristen und andere Gäste zu locken. In Brüssel haben wir alles: Geschäfte, Sehenswürdigkeiten und Museen. Es wäre angenehmer, hier zu Fuß und ohne Autos unterwegs sein zu können. Die Autos sollten zu Parkplätzen geleitet oder über andere Wege umgeleitet werden. Wir werden aber dafür sorgen, dass die Unternehmen im Stadtzentrum erreichbar bleiben.“‘

Die Arbeiten sollen 2015 beginnen und 2017 abgeschlossen werden. Natürlich wird dies für Behinderungen sorgen, doch danach werde Brüssel anders und besser aussehen, so Els Ampe. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Arbeiten und über die entstehenden Kosten wurde noch nichts bekannt. Die zusätzlichen erforderlichen Parkplätze sollen privaten Betreibern zugewiesen werden.