Belgischer Hackingfachmann wurde selbst "gehackt"

Eine belgische Privatperson ist jetzt Opfer von Hacking geworden. So sind die Daten von Jean-Jacques Quisquater, Professor für Kryptografie an der UCL und renommierter Experte für Datenschutz, gehackt worden. Der Hackingvorfall wurde während der Ermittlungen zum Hacking bei Balgacom aufgedeckt.
AP2013

Fahnder, die dem Hacking bei Belgacom nachgingen, haben herausgefunden, dass die gleiche Technik für das Eindringen in den Computer von Quisquater verwendet wurde. Der Zeitung De Standaard zufolge habe der Professor der Université Catholique de Louvain inzwischen Anzeige bei Gericht erhoben.

Die Infizierung soll bereits ein halbes Jahr alt sein und über eine falsche Einladung für die soziale Netzwerkseite LinkedIn erfolgt sein. Quisquater zufolge habe sein Computer von diesem Zeitpunkt an "verrückt gespielt". Er warnt auch davor, dass mit Sicherheit noch hunderte andere Privatpersonen in Belgien vom Hacking betroffen seien. Letzte Woche hatte der Whistleblower Edward Snowden in einem Interview mit der ARD noch davor gewarnt, dass die NSA bei ihrer Spionage auch jede Menge Unternehmen und Privatpersonen im Visier habe.

Quisquater hat in Belgien und international einen ausgezeichneten Ruf auf dem Gebiet des Datenschutzes. Er leitete unter anderem jahrelang die Kryptografiegruppe der UCL und ist Sicherheitsberater bei einem Dutzend Unternehmen.