Schwarze Liste für Glücksspieler

Genau 186.250 Belgier stehen auf einer schwarzen Liste des Ausschusses für Glücksspiele. Diese Personen werden in kein Kasino mehr gelassen und dürfen auch nicht mehr Online zocken. Bei der Zahl handelt es sich um eine Zunahme von 2 Prozent im Vergleich zu Zahlen von vor drei Monaten. Die Zahlen stehen in der Zeitung Het Nieuwsblad vom Sonntag.

"Auf der Liste sind verschiedene Menschen aufgeführt", betont Marc Callu vom Ausschuss für Glücksspiele in der Zeitung. "Knapp 20.000 haben sich freiwillig darauf setzen lassen, um selbst gegen ihre Spielsucht vorzugehen. Ein Teil davonn wird auch auf Anfrage eines Dritten auf die Liste gesetzt, zum Beispiel eine Mutter, die ihren Sohn schützen will. Außerdem gibt es auch noch 78.000, die nach einem Gerichtsurteil nicht mehr spielen dürfen und über 88.000 Menschen, die sich in einer Regelung zur Schuldenvermittlung befinden. Was letztere Gruppe betrifft, warten wir sogar noch auf 30.000 zusätzliche Akten von der Gerichtskanzlei. Die Gesamtzahl der Personen auf der Liste würde dann über 215.000 betragen."

Werden diese Namen noch hinzugefügt, sei laut Callu ein Maximum erreicht. Dann sei der Punkt gekommen, die Zahlen zu drosseln. Dieses Jahr wird deshalb eine Untersuchung der Spiele selbst und der dazugehörigen Gefahren durchgeführt. So will sich der Ausschuss ein Bild davon machen, wie die einzelnen Spiele einzuschätzen sind, um bei bestimmten Spielen eingreifen zu können.

Callu kündigte bereits an, dass ab dem 1. Januar 2015 ein System eingeführt werde, das dafür sorgt, dass Minderjährige nicht mehr Bingo spielen können. Von diesem Zeitpunkt an müssen alle Glücksspielgeräte, ob alt oder neu, mit einem Lesegerät für Personalausweise ausgestattet sein.