Januar: Wieder mehr Arbeitslose in Flandern

Ende Januar 2014 wurden im belgischen Bundesland Flandern 239.973 vollentschädigte Arbeitsuchende registriert. Das sind rund 11 % mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Ende Dezember 2013 lag die Arbeitslosenquote in Flandern noch bei 7,76 %, doch nur einen Monat später stieg sie auf 8,11 %.

Das bedeutet, dass sich der Zustand am Arbeitsmarkt in Flandern noch immer nicht verbessert hat. Zwar sind derzeit mehr Männer als Frauen arbeitslos, doch die Zahl der weiblichen Arbeitsuchenden stieg im Januar um 11,8 % an. Hauptgrund für den doch deutlichen Anstieg dieser Zahlen im ersten Monat des neuen Jahres ist wohl die Finanzlage bei der öffentlichen Hand.

In Flanderns Kommunen und Provinzen, aber auch auf Ebene des Bundeslandes werden nicht mehr alle Abgänge, z.B. nach Pensionierung, ersetzt und auch im Pflegebereich und im Bildungswesen werden kaum neue Arbeitsstellen geschaffen. Hier ist es so, dass das bestehende Personal länger arbeitet, sprich später in Rente geht, wie aus dem Landesarbeitsministerium dazu verlautete.

Der Trend zieht sich durch alle Altersklassen, wobei die Zahlen bei jugendlichen Einsteigern in den Arbeitsmarkt (+15,3 %) und bei den über 50jährigen (+15,9 %) stärker ausfällt. Steigende Arbeitslosenzahlen werden in allen flämischen Provinzen registriert, wobei Westflandern und Limburg die höchsten Werte aufweisen.