Keine Home Markets mehr in Belgien

Die Innendekorationskette Home Market will seine 41 Verkaufsstellen in Belgien schließen. Das hat die Direktion der Fachmarktgruppe für Heimtextilien und Raumgestaltung bekannt gegeben. Home Market verkauft Fenster-, Wand- und Bodendekoration.

In den Geschäften in Belgien arbeiten 223 Menschen. Das Unternehmen hat schon seit geraumer Zeit Schwierigkeiten. Letztes Jahr erlitt Home Market mehr als fünf Millionen Euro Verlust. Trotzdem hat die Ankündigung der Direktion von Home Market, seine 41 Geschäfte in Belgien zu schließen, bei der Belegschaft wie ein Blitz aus heiterem Himmel eingeschlagen.

Das sagt Philip Joosten vom LBC-Gewerkschaftsflügel am Dienstag nach Ablauf des außerordentlichen Betriebsrates. "Ich habe heute jede Menge aufgeregte Gesichter gesehen". Das so genannte Renault-Verfahren ist eröffnet worden.

Das Personal hat also nicht mit den Schließungen gerechnet. Noch vor einem Jahr habe die Deko-Kette sein Geschäftskonzept verändert. "Man hat dabei auf Beratung gesetzt, aber nicht einmal die Chance bekommen, dieses neue Konzept wirken zu lassen."

Zwischen 2007 und 2013 wurden 10,5 Millionen Euro in die Kette investiert, aber die Investitionen konnten den Umsatzrückgang auch nicht aufhalten.

Die belgische Direktion hat letztlich zusammen mit dem französischen Mutterunternehmen Saint-Maclou (Foto) den Entschluss gefasst, die Schließungsabsicht anzukündigen. Der Direktor von Home Market, Jean-Luc Lamote betont, dass es sich um eine Einstellung des Betriebs handele, nicht um eine Pleite.

Home Market ist schon seit 1976 in Belgien vertreten und zählt 41 Filialen, die über das ganze Land verteilt sind.

Solange die Beratungen mit den Gewerkschaften über die Schließung laufen, bleiben die Geschäfte in Belgien noch offen.

Übrigens gibt es neben den 41 eigenen Geschäften auch noch fünf Filialen, vor allem in der Provinz Luxemburg, die über Franchise für Home Market tätig sind. Auch für sie hofft Lamote, eine Lösung zu finden.