Belgien wies letztes Jahr 2.712 EU-Bürger aus

Im vergangenen Jahr haben die Ausländerbehörden insgesamt 2.712 Bürger aus der Europäischen Union ausgewiesen. Diese Zahl hat sich innerhalb von nur drei Jahren verdreifacht. Bei diesen Ausweisungen handelte es sich nicht um Zwangsabschiebungen, sondern um eine Verwaltungsangelegenheit.

Nach einer Mitteilung des belgischen Innenministeriums beendet unser Land eine Aufenthaltserlaubnis für EU-Bürger, wenn diese für eine unredliche Belastung der hiesigen sozialen Sicherheit sorgen.

Der Anstieg dieser Zahlen ist auf ein strengeres Kontrollieren von Seiten der Mitarbeiter der Ausländer- und Einwanderungsbehörden in Brüssel zurückzuführen. Diese können seit 2011 ihre Angaben mit den Datenbanken der sozialen Sicherheit vergleichen.

In den meisten Fällen wurden Bulgaren oder Rumänen des Landes verwiesen, doch manchmal trifft es auch Bürger aus den Nachbarstaaten Belgiens. Vor kurzem wurde unser Land aus diesem Grunde noch von französischen Medien scharf angegriffen.

Die Ausweisung von Bürgern aus der Europäischen Union aus Belgien entspricht den geltenden EU-Richtlinien. Diese schreiben den freien Verkehr von Personen seit 2004 zwar zwingend vor, weisen aber auch darauf hin, dass die Betroffenen keinen Missbrauch des Sozialwesens ihres Aufenthaltslandes begehen dürfen.