Radiologen sollen auf CT-Scans verzichten

Radiologen können ab Donnerstag selbst bestimmen, wie sie ihre Patienten behandeln, bzw. welche Behandlung ihrer Ansicht nach für ihre Patienten die beste ist. Das belgische Gesundheitswesen will so die Zahl der unnötigen schädlichen Bestrahlungen zurückdrängen.

Bisher mussten die Röntgenärzte in Belgien stets die Behandlung durchführen, die der jeweils behandelnde Arzt für seine Patienten vorgesehen hatte, auch wenn die Radiologen anderer Ansicht waren. Damit soll jetzt Schluss sein.

Der RadiologeProfessor Geert Villeirs ist der Ansicht, dass etwas getan werden musste, um nicht notwendige gesundheitlich schädliche Bestrahlungen zu vermeiden: „Ziel ist, jedem Patienten die für ihm am besten geeignete und möglichst niedrigste Strahlendosis zu verabreichen. Das Recht, eine andere Behandlung als die des behandelnden Arztes vorzusehen, ist ein Teil davon.

Auch andere Initiativen, wie das regelmäßige Updaten von Richtlinien zur geeigneten Pathologie, werden jetzt angewandt. Diese Richtlinien müssen aber den Ärzten gegenüber bekanntgegeben werden, denn diese müssen ebenfalls sensibilisiert werden.“

In Belgien werden derzeit noch vergleichsweise mehr schädliche Scans durchgeführt, als in den meisten anderen Ländern der Welt. Unlängst ergab eine australische Studie, dass ein CT-Scan bei Kindern die Möglichkeit, später an Krebs zu erkranken, deutlich erhöht.