Doch Geld für die Madoff-Opfer aus Belgien?

Nach einem Bericht in der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd hat die amerikanische Regierung einen Fonds eingerichtet, der die Opfer des Finanzbetrügers Bernard Madoff in absehbarer Zeit entschädigen soll. Die belgische Anwaltskanzlei Deminor, die die belgischen Opfer des Finanzjongleurs vertritt, geht davon aus, dass die Geprellten einen Teil ihres Geldes zurückerhalten können.

Deminor erinnert die Geschädigten aus Belgien daran, so rasch wie möglich ihre Ansprüche geltend zu machen. Dazu gilt noch eine Frist bis zum 28. Februar 2014.

Bernard Madoff (75 - Fotos) hatte jahrelang tausende Anleger auf der ganzen Welt über ein kompliziertes System mit unzähligen Scheinfirmen geprellt. Der so entstandene Schaden soll sich auf bis zu 65 Mia. US-Dollar belaufen. Als das System-Madoff 2008 zusammenbrach flog der einstige Börsenguru und Finanzjongleur auf und wurde 2009 zu insgesamt 150 Jahren Haft verurteilt.

Jetzt richtete die US-Regierung den „Madoff Victim Fund“ ein, der bisher mit etwa 4 Mia. US-Dollar gespeist wurde. In absehbarer Zeit sollen die ersten Opfer Madoffs aus diesem Fonds entschädigt werden können.

Die belgische Anwaltskanzlei Deminor vertritt in dieser Sache rund 3.500 Anleger aus Europa. 300 von ihnen kommen aus Belgien. Alleine die Opfer aus unserem Land wurden über das System Madoff um 25 Mio. € geprellt.

Deminor geht davon aus, dass die Geschädigten aus Belgien bis zu einem Viertel ihres verlorenen Geldes zurückerstattet bekommen. Die Höhe der Entschädigung hängt nach Aussagen des amerikanischen Fondsverwalters allerdings von der Gesamthöhe der gestellten Ansprüche ab.