Unsere Pralinen dürfen mit nach Sotschi

Neben der intensiven Debatte um die Lage der Menschenrechte in Russland und um die Kosten der Veranstaltung kommen bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi auch praktische Probleme auf. Wegen des russischen Verbots auf Import von frischen Lebensmitteln dürfen die Niederländer zum Beispiel ihre geliebten Bitterballen (Fleischkroketten) nicht mit nach Sotschi nehmen. Und die belgische Delegation hatte zunächst Probleme mit der Erlaubnis der Einfuhr ihrer Pralinen.

Verschiedene Delegationen hatten Druck gemacht und jetzt sind die leckeren Pralinen aus Belgien nun doch in Sotschi erlaubt. Eddy De Smet vom belgischen Olympia-Komitee betonte am Freitag: "Sogar die Pralinen, die ich mitgebracht hatte, um die Verhandlungen etwas angenehmer zu gestalten, sollten anfänglich zu Hause bleiben. Auf Druck der verschiedenen Delegationen ist jedoch hinsichtlich des olympischen Dorfs eine Lösung gefunden worden und dürfen jetzt frei Lebensmittel und Medikamente mitgenommen werden, aber natürlich nur, wenn diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen."

Die amerikanischen Athleten müssen deshalb ohne griechischen Yoghurt ihres Sponsors auskommen, denn dieser darf nach wie vor nicht eingeführt werden. Und auch die niederländischen Bitterballen müssen definitiv zu Hause bleiben. Sie enthalten Fleisch. Trotzdem brauchen die niederländischen Athleten nicht auf ihre Leckerei zu verzichten. Der Fleischkroketten-Hersteller Van Dobben will die Bällchen nämlich vor Ort herstellen.

Ein Mitarbeiter des traditionellen holländischen Heineken House ist jedenfalls schon einmal mit einer Einkaufsliste in den Supermarkt vor Ort geschickt worden. Es sollen 38.000 Bitterballen zubereitet werden. Hierfür braucht Van Dobben 200 Kilo Rindfleisch, 100 Kilo Butter, 150 Kilo Mehl, 500 Eier, 30 Kilo Zwiebeln und 600 Liter Bouillon.