Zum 200. Geburtstag von Adolphe Sax

In einer Ausstellung präsentiert das Brüsseler Musikinstrumentenmuseum alle Sax-Instrumente aus der eigenen Kollektion, der größten Sammlung der Welt in Privateigentum. Dazu kommen Leihgaben, unter anderem aus Paris, New York, Basel, Edinburgh und Leipzig. Viele dieser Instrumente werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt.

Adolphe Sax wurde am 6. November 1814 im wallonischen Dinant an der Maas geboren. Zunächst studierte er Flöte und Klarinette am Konservatorium in Brüssel.

Da der Klang dieser Instrumente zu wenig Tragkraft für ihn hatte, begann der Sohn eines Instrumentenbauers um 1840 herum, ein völlig neuartiges Instrument zu konstruieren: das nach ihm benannte Saxofon.

Unterstützung zur Vermarktung suchte Adolphe Sax in Paris. Dort begeisterte der Instrumentenbauer etwa den Komponisten Hector Berlioz, der den ersten Artikel über das neue Instrument im "Journal des Debats" schrieb. Heute gilt diese Veröffentlichung als "Geburtsstunde des Saxofons".

Den Durchbruch schaffte das Saxofon allerdings erst mit dem Export in die USA, wo es den Jazz prägte und Stars wie Charlie Parker und Coleman Hawkins hervorbrachte. Adolphe Sax starb am 7. Februar 1894 in Paris.

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