Child Focus: Nicht kopflos Foto von vermisstem Kind auf Facebook

Die Polizei und die Stiftung für vermisste und sexuell ausgebeutete Kinder Child Focus in Belgien warnt Eltern davor, Suchberichte zu vermissten Kindern voreilig und eigenmächtig auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu setzen. Das könnte vor allem bei Ausreißern verheerende Folgen haben.
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Alain Remue von der Abteilung für vermisste Personen bei der Polizei betont in der Zeitung Het Nieuwsblad: "Wir verstehen beunruhigte Eltern, die alles tun würden, um so schnell wie möglich an Neuigkeiten von ihrem Kind zu kommen. Tatsache ist jedoch, dass zum Beispiel diese Art der Berichte sehr schnell geteilt werden - das ist super, aber die bleiben geteilt, auch wenn die vermisste Person schon seit zwei Tagen wieder aufgetaucht ist."

"Wochen später sehen wir manchmal noch Berichte auftauchen. Man sucht weiter den Ausreißer und das ist  wahrscheinlich nicht Sinn der Sache."

So ein überstürzter Suchbericht könne auch eine gegenteilige Wirkung haben und dazu führen, dass sich ein weggelaufenes Kind dann nicht mehr nach Hause traut, heißt es noch.

Die Polizei möchte, dass man zunächst zu ihr Kontakt aufnimmt und nicht kopflos handelt.