Bald eine Schnelltram von Hasselt nach Maastricht

Der Stadtrat von Maastricht in der niederländischen Provinz Südlimburg hat am Dienstagabend grünes Licht für den Bau einer schnellen Überland-Straßenbahnstrecke zwischen seiner Stadt und Hasselt, der Hauptstadt der flämischen Provinz Limburg, gegeben. Ab 2018 sollen die Trams beide Stadtzentren innerhalb einer halben Stunde miteinander verbinden.

Alle Beteiligten hatten die positive Entscheidung des Stadtrates von Maastricht erwartet, denn alle entsprechenden Gutachten bezüglich dieses ambitionierten Projektes hatten wohlwollende Ergebnisse zeigen lassen. Gleichzeitig mit der Gesamtentscheidung zum Projekt wurde auch die Trasse der Tramlinie auf niederländischem Staatsgebiet festgelegt. Dort werden die Schnelltrams in Maastricht entlang des Maas-Boulevards in Richtung Zentralbahnhof fahren.

Die Hauptlast der Finanzierung des Projekts wird durch das belgische Bundesland Flandern und durch die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn getragen. Bei De Lijn ließ man unmittelbar nach dem Maastrichter Votum durchscheinen, dass 2015 mit den Bauarbeiten begonnen werde und dass man ab Anfang 2018 die ersten Schnelltrams auf ihren Weg bringen wolle.

Die schnelle Überlandverbindung zwischen Hasselt und Maastricht soll 13 Haltestellen haben: 10 in Flandern, die über die Gemeinden Hasselt, Diepenbeek, Bilzen und Lanaken verteilt sind, und drei auf Ebene der Gemeinde Maastricht in den Niederlanden. Den Fahrzeugpark wird De Lijn stellen.

Die Verbindung ist Teil des so genannten „spartacusplan“, der den öffentlichen Nahverkehr in der flämischen Provinz Limburg aufwerten soll. Weitere Schnelltramverbindungen sollen Hasselt mit Maasmechelen und mit dem Norden der Provinz verbinden. Doch vorerst ist hier nur die Maastricht-Linie in trockenen Tüchern.