Belgiens Außenamt warnt vor Reisen nach Ägypten

Das belgische Außenministerium in Brüssel warnt nach einem Anschlag auf einen Touristenbus vor Reisen nach Ägypten. Vor allem die Sinai-Halbinsel sollte vorerst gemieden werden, so die Empfehlung. Inzwischen annullieren Reiseveranstalter Reisen und Flüge in die Region.
AP2012

Die Reisewarnung für Ägypten durch die belgischen Behörden wurde auf das gesamte Land ausgeweitet, gilt aber im Besonderen für die Sinai-Halbinsel. In diese Region sollten belgische Urlauber vorläufig überhaupt nicht mehr fahren, hieß es in Brüssel. Die Warnung gilt für den Norden und mit Ausnahmen für den Norden der Halbinsel Sinai und für die Grenzgebiete Ägyptens mit Libyen und dem Soudan.

Der Grund für diese verschärfte Reisewarnung liegt auf der Hand: Am Sonntag kamen beim Anschlag auf einen Reisebus in Taba an der Grenze zu Israel vier Touristen ums Leben und 16 weitere wurden zum Teil schwer verletzt, Terrorgruppen drohten mit weiteren Anschlägen und die ägyptische Armee kündigte Gegenschläge an.

Der belgische Tour-Operator Thomas Cook hat mit sofortiger Wirkung alle gebuchten Reisen in den ägyptischen Badeort Taba annulliert. Diese Maßnahme gelte bis Ende März, so ein Sprecher der Agentur. Andere Reiseziele, wie z.B. Assuan, Abu Simbel, der Golf von Akaba, das Rote Meer, Luxor oder Sharm El Sheikh - auch wenn letzterer Ort im Süden der Halbinsel Sinai liege - seien davon nicht betroffen.

Für diese Urlaubsregionen gilt auch nicht unbedingt die gleiche scharfe Reisewarnung des belgischen Außenamtes. Aber, man sollte auch dort Vorsicht walten lassen, vor allem bei Ausflügen und bei Aktivitäten außerhalb der Hotelanlagen. Ausflüge sollten nur in Gruppen und mit Bussen vorgenommen werden, so der Rat des Außenamtes. Zu meiden seien U-Bahnen und aufgrund der Tatsache, dass die Terrordrohung islamistisch motiviert sei, auch religiöse Gebäude.