Entschädigung: Ex-CEO Bellens verklagt Belgacom

Didier Bellens (Foto), der geschasste CEO des belgischen Telekom-Giganten Belgacom, fordert von seinem ehemaligen Arbeitgeber eine Entschädigung über 5 Mio. €. Nach einer Meldung des flämischen Wirtschaftsblatts De Tijd, begründen Bellens‘ Anwälte diese Forderung mit seinem bis März 2015 gültigen Vertrag.

Didier Bellens ist im November 2013 als CEO von Belgacom entlassen worden, weil er einige „schwere Fehler“ begangen hatte. Vor allem eine Beleidigung gegenüber Belgiens Premierminister Elio Di Rupo (PS), dem er vorwarf, jedes Jahr wie ein kleines Kind den Nikolaus um eine Dividende zu bitten, sorgte für Unmut in Regierungskreisen. Der belgische Staat ist nicht zuletzt der größte Aktionär des halbstaatlichen Telekomunternehmens.

Eigentlich wollte man Bellens damals auf sanfte Art und Weise aus dem Amt drängen, doch die Kritik an Di Rupo und verschiedene umstrittene Immobiliengeschäfte Bellens‘ hatten dafür gesorgt, dass die Entlassung des CEO recht hart ausgefallen war und die entsprechende Bearbeitung der Vorgänge durch die Medien war ebenfalls recht krass.

Jetzt verlangt der geschasste Belgacom-CEO eine Entschädigung über 5 Mio. € von seinem ehemaligen Arbeitgeber, wie De Tijd am Mittwoch meldete. Diese Summe entspricht zwei Jahresgehältern. Nach Ansicht des Wirtschaftsblatts haben die Anwälte von Bellens bis jetzt versucht, eine gütliche Einigung mit Belgacom herbeizuführen, doch dies ist ihnen offenbar nicht gelungen. Jetzt wird also der juristische Weg eingeschlagen.