Wahlen 2014: Parteichefs im Hawaiihemd

Die Nord-Süd-Bewegung 11.11.11 hat Anfang der Woche besonders auffällige Wahlplakate entlang verschiedener Straßen in Flandern aufgestellt. Auf Plakatwänden waren Bilder verschiedener Parteivorsitzender von flämischen Parteien in Hawaiihemden zu sehen. 11.11.11 fordert auf diesem Weg mehr Aufmerksamkeit für internationale Themen im Wahlkampf.

Zuerst war völlig unklar, wer diese Plakatwände, die in rund 130 flämischen Städten und Gemeinden aufgetaucht waren, aufgestellt hatte. Auf entsprechenden Plakaten waren die Parteivorsitzenden Wouter Beke (CD&V), Bruno Tobback (SP.A), Wouter Van Besien (Groen), Gwendolyn Rutten (Open VLD) und Bart De Wever (N-VA), jeweils im Hawaiiheld gelleidet, zu sehen.

Doch dann gab die Nord-Süd-Bewegung 11.11.11, die sich für Entwicklungshilfeprojekte in der Dritten Welt stark macht, bekannt, dass sie dahinter stehe. Unter dem Motto „Belgien ist keine Insel“ will 11.11.11 auf diesem Wege die Parteien, die am 25. Mai bei den Landtagswahlen antreten, dazu anregen, im Wahlkampf auch internationale Themen auf die Tagesordnung zu setzen.

Themen, so 11.11.11, gebe es genug: Finanzielle und wirtschaftliche Krisen lösen und neue vermeiden, gegen den Klimawandel vorgehen, gegen die zunehmende Ungleichheit vorgehen, menschwürdige Lösungen für Einwanderer und Flüchtlinge finden…

Politiker, so der 11.11.11-Vorsitzende Bogdan Vanden Berghe (kleines Foto), müssen den Mut haben auch über Grenzen zu schauen, doch eine Analyse aller Neujahrsansprachen der flämischen Parteichefs habe ergeben, dass die meisten Ansichten spätestens an den Grenzen der EU und nur aus der belgischen Perspektive heraus endeten. „Lasst dies nicht den Gradmesser für den Rest des Wahlkampfes sein.“, so Vanden Berghe dazu.