Wallonien ruft "Napoleon-Route" ins Leben

Das belgische Bundesland Wallonien hat aus Anlass des 200 Jahrestags der Schlacht von Waterloo eine touristische Route ins Leben gerufen. „Napoleon in der Wallonie“ folgt dem Weg, den Kaiser Napoleon 1815 in Belgien zurücklegte.

Die Route „Napoleon in der Wallonie“ ist 94 km lang und zieht sich von Beaumont in der Provinz Hennegau an der Grenze zu Frankreich (unweit von Jeumont (F) und Erquelinnes (B)) bis nach Waterloo in Wallonisch-Brabant. Das wallonische Fremdenverkehrsamt arbeitete diese Route gemeinsam mit Historikern aus. Sie folgt exakt dem Reiseweg Napoleons durch Belgien zu seiner Schicksalsschlacht in Waterloo.

Entlang dieser Reiseroute wurden 200 Tafeln aufgebaut, auf denen Geschichten und Anekdoten erzählt werden oder auf denen auf interessante Orte oder Geschehnisse, wie z.B. einzelne Kämpfe, hingewiesen wird. Zur Eröffnung dieser Route durch den wallonischen Tourismusminister Paul Furlan (PS) erschien im Verlag Michelin auch ein Reiseführer, dessen Autor der belgische Historiker und Napoleon-Kenner Philippe Raxhon ist.

Dieser Reiseführer beschreibt genauer und ausholender das, was auch die 200 Tafeln erzählen, weist jedoch auch auf andere Sehenswürdigkeiten, auf Restaurants entlang der Route oder auf Übernachtungsmöglichkeiten hin. Das Projekt „Napoleon in der Wallonie“ entstand im Rahmen des 200. Jahrestags der Schlacht von Waterloo, der 2015 begangen wird. Ziel ist, Touristen ins Land zu holen und ihnen einen besonderen Überblick über einen besonderen Teil des wallonischen Kulturerbes zu bieten, sagte Tourismusminister Furlan dazu.