2.000 Asylsucher kehren jährlich freiwillig zurück

Belgiens Staatssekretärin für Asyl und Einwanderung, Maggie De Block (Open VLD - Foto) veröffentlichte zum ersten Mal Statistiken, die belegen, dass es auch Asylsucher gibt, die aus eigenem Antrieb für die Rückkehr in ihr Heimatland optieren. Rund 2.000 sollen diese Entscheidung pro Jahr treffen, wie Het Nieuwsblad und De Standaard am Donnerstag melden.

Rund 2.000 Asylsucher oder sich illegal in Belgien aufhaltende Einwanderer melden sich jährlich bei den belgischen Behörden, zumeist bei der Polizei oder beim Einwohnermeldeamt ihrer Stadt oder Gemeinde, um mitzuteilen, dass sie auf Eigeninitiative in ihre Heimat zurückkehren.

Seit Mai 2013 sollen rund 1.300 Asylsucher Belgien wieder verlassen haben. Auffallend ist dabei, dass viele Ukrainer in der letzten Zeit freiwillig nach Hause zurückgekehrt sind.

Staatssekretärin De Block sagte, dass aber auch viele Antragsteller aus anderen Ländern aus eigenen Stücken zurückreisen: „Auch Menschen aus der Türkei, aus Marokko, China, aus dem Kosovo oder aus Albanien sind darunter. Meistens läuft noch deren Anerkennungsprozedur, doch an einem bestimmten Punkt angelangt, drehen sie doch den Knopf wieder um.“

Bisher ging man eigentlich davon aus, dass nur abgelehnte Asylsucher, die den Befehl erhalten haben, Belgien wieder zu verlassen, in ihre Heimat zurückgehen oder sich in ein anderes Land begeben. Oder, dass solche Einwanderer danach die Illegalität aufsuchen und in Belgien untertauchen.

Doch offenbar hatte die Kampagne der Staatssekretärin, die gemeinsam mit Städten und Gemeinden, der lokalen Polizei und den Ausländerämtern auf den Weg gebracht wurde, zu melden, wenn man freiwillig zurückkehre, Erfolg.