Abiturienten wissen nur wenig vom 1. Weltkrieg

Das Allgemeinwissen der 18jährigen Schulabgänger im belgischen Bundesland Flandern bezüglich des 1. Weltkriegs, dessen Ausbruch sich dieses Jahr zum 100. Mal jährt, ist laut einer entsprechenden Umfrage bei 1.111 Schülern durch das VRT-Verbrauchermagazin „Volt“ im ersten Fernsehprogramm eher mangelhaft.

Alle 1.111 zum Thema 1. Weltkrieg in flämischen Schulen befragten 18jährigen hatten den hier auch „Großer Krieg“ genannten Waffengang kurz zuvor als Lehrstoff, doch offenbar blieb davon nicht viel hängen. Dabei waren die Leistungsunterschiede in allen Schulsystemen und bei allen Schulträgern in Flandern in etwa gleich schlecht.

Nur in Ypern und Umgebung in Westflandern, wo der Krieg besonders heftig wütete und wo heute das „Flanders Fields-Museum“ zuhause ist, war der entsprechende Bildungsstand etwas besser, wie unsere Kollegen von „Volt“ feststellen konnten.

5 % der 18jährigen Abiturienten wussten zum Beispiel nicht, wann der 1. Weltkrieg ausgebrochen ist und 12 % der Befragten konnten nicht sagen, in welchem Jahr dieser zu Ende gegangen ist. Damit lagen die Schüler ähnlich daneben, wie die Teilnehmerinnen zur Wahl der „Miss Belgien“ Anfang Januar.

Auch der Waffenstillstandstag am 11. November ist den meisten Abiturienten in Flandern kein wirklicher Begriff. 17 % von ihnen wissen nicht, warum dem Krieg genau an diesem Tag gedacht wird und 15 % von ihnen konnte mit diesem Datum überhaupt nichts anfangen. Als Tag des Kriegsendes nannten manche den 1. November und andere sogar den 14. Februar.

Und 2 % der Abiturienten waren sogar der Ansicht, dass die Deutschen mit uns Belgiern alliiert waren...

Klatschmohn

Auffallend war auch, dass viele die Bedeutung des Klatschmohns nicht kannten, doch wohl die allgegenwärtige Schicksalsblume, die untrennbar mit dem „Großen Krieg“ in Zusammenhang steht.

18 % der Befragten konnte nicht sagen, dass diese Blume das Symbol der Schachtfelder ist.

Bei vielen anderen galt die Ansicht, dass Kakteen oder Wasserlilien an den 1. Weltkrieg vor 100 Jahren erinnern würden.