Die Zahl der Verkehrstoten geht weiter zurück

Das Belgische Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) und Belgiens Staatssekretär für Verkehr und Mobilität, Melchior Wathelet (CDH), konnten am Donnerstag mit guten Nachrichten aufwarten. Die Zahl der Unfallopfer auf dem belgischen Straßennetz ist weiter rückläufig.

Auch im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrstoten in Belgien wieder gesunken und zwar um 6,5 % von 627 Unfalltoten im Jahr 2013 auf 628 Unfalltote 2013. Auch die Zahl der Verletzten bei Verkehrsunfällen ging erneut zurück. 2012 wurden 56.451 Verletzte erfasst und 2013 53.184, was einem Rückgang um 5,8 % entspricht. Dies sind die niedrigsten Zahlen, die die Verkehrsbehörden in Belgien innerhalb eines Jahren jemals erfassen konnten.

Belgien ist damit auf dem besten Weg, die Zahl der Verkehrstoten auf Jahresbasis dauerhaft zu senken. Bis 2015 will man bei 620 Opfern liegen und bis 2020 bei nur noch 420 Toten. Bei Unfällen mit Lastwagen sanken die Zahlen an deutlichsten, doch der Bereich Motorräder bleibt besorgniserregend. Hier gab es zwischen 2012 und 2013 einen Anstieg um 7 % (!). Auch die Zahl der tödlich verlaufenden Unfälle mit Kleinlastern oder Sprintern nahm um 4 % zu.

Positiv ist, dass die Zahl der jungen Verkehrsopfer sinkt. Von den 44 Menschenleben, die durch den Rückgang der Unfallzahlen „gerettet“ wurden, waren statistisch gesehen 10 junge Menschen in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre.

Aber, es ist nicht alles Gold, was glänzt und dass weiß auch Verkehrsstaatssekretär Wathelet: „Leider bleibt die Zahl der Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner doppelt so hoch, wie im Nachbarland Niederlande. Wir müssen also unsere Anstrengungen für die Verbesserung der Verkehrssicherheit weiter fortführen.“ Im EU-weiten Vergleich muss Belgien noch etwas tun, um die erwarteten Normen bis 2020 erreichen zu können.